Betriebsräteempfang in Frankfurt/Oder

Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus Ostbrandenburg nutzen die Gelegenheit zur Vernetzung

05.07.2026 | Der Betriebsräteempfang der IG Metall Ostbrandenburg am 3. Juli in Frankfurt/Oder war ein voller Erfolg: Rund 30 neu- und wiedergewählte Betriebsrätinnen und Betriebsräte trafen sich 24 Stockwerke über dem Erdboden in der Skylounge des Oderturms, um sich bei bester Aussicht und in entspannter Atmosphäre kennenzulernen, miteinander zu diskutieren und untereinander zu vernetzen.

Die Einladung zum Betriebsratsempfang der IG Metall Ostbrandenburg im Oderturm in Frankfurt/Oder nahmen viele Betriebsrätinnen und Betriebsräte gerne an.

Holger Wachsmann (rechts), begrüßt die Betriebsräte von Sonae Arauco aus Beeskow.

Leon Hafki (rechts), Politischer Sekretär der IG Metall Ostbrandenburg, heißt Volker Behrens (links), den neuen Betriebsratsvorsitzenden bei QCW GmbH Eisenhüttenstadt, herzlich willkommen.

Die Betriebsräte hatten alle gute Laune mitgebracht.

Auch der Spaß kam bei dieser Veranstaltung nicht zu kurz.

Auch mit dabei: Stephanie Sandrowsky, frisch gewählte Betriebsrätin bei Sonae Arauco in Beeskow (SAB), und ihr Kollege Sven Hoja, stellvertretender Btribratsvorsitzender bei SAB.

Für alle Teilnehmenden gab es ein T-Shirt als Geschenk, damit sie bei ihren Kolleginnen und Kollegen auf den ersten Blick als IG Metall-Betriebsräte zu erkennen sind.

Der Blick aus dem 24. Stock des Oderturms ist beeindruckend.

„Engagierte Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Mitbestimmung und Demokratie in den Betrieben umzusetzen“, sagte Holger Wachsmann, Geschäftsführer der IG Metall Ostbrandenburg, in seiner Begrüßungsansprache. „Wir brauchen kompetente Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die dafür sorgen, dass die Tarifverträge in den Betrieben auch in die Tat umgesetzt werden.“

Außerdem seien Betriebsrätinnen und Betriebsräte unentbehrliche Verbindungsglieder zwischen der Gewerkschaft und den Beschäftigten, betonte Wachsmann. Gerade in diesen zunehmend rauer werdenden Zeiten höre Demokratie und Mitbestimmung nicht am Werktor auf, so Wachsmann weiter. „Es ist auch eine wichtige Aufgabe von Gewerkschaften, Betriebsrätinnen und Betriebsräten, sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einzumischen“, sagte Wachsmann. „Wir wollen gemeinsam gestalten und Dinge voranbringen.“ Zum Abschluss seiner Rede unterstrich Wachsmann: „Ihr seid nicht alleine, die IG Metall steht immer an eurer Seite, wenn ihr Unterstützung braucht. Und letztendlich sollten wir nicht vergessen: Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit soll auch Spaß machen.“

Nach dem leckeren Abendessen vom Buffet saßen und standen die Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus annähernd zehn Ostbrandenburger Betrieben bei Kaltgetränken in immer wieder unterschiedlichen Konstellationen beieinander, um sich über die aktuelle Situation in ihren Betrieben zu unterhalten und über anstehenden Herausforderungen auszutauschen.

Maximilian Triebke, Betriebsrat bei Arcelor-Mittal in Eisenhüttenstadt, betonte, dass Veranstaltungen wie diese am besten geeignet seien, um Netzwerke untereinander zu knüpfen. „Der Austausch von Betriebsräten aus unterschiedlichen Unternehmen ist für alle sehr wichtig und erweitert unser aller Horizont“, so Triebke. „Wir können viel voneinander lernen.“ Das unterstrich auch Sven Hoja, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Sonae Arauco in Beeskow. „Oft sind die Probleme in den Betrieben ähnlich gelagert“, so Hoja. „Der Austausch untereinander ist das A und O – gerade in Zeiten, in denen die Arbeitgeber versuchen, den Druck auf die Beschäftigten ständig zu erhöhen. In dieser Situation müssen wir geschlossen zusammenstehen, um gute Arbeitsbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen durchsetzen zu können.“

Maik Liebelt, Betriebsrat bei Arcelor-Mittal, unterstrich, dass starke Betriebsräte und Mitbestimmung unentbehrlich seien, „damit die Arbeitgeber nicht machen können, was sie wollen.“ Er betonte auch, wie wichtig es sei, die Errungenschaften wertzuschätzen und zu verteidigen, welche „die Generationen vor uns erkämpft haben“. „Dafür müssen wir es schaffen, auch die jungen Kolleginnen und Kollegen verstärkt einzubinden“, sagte Liebelt.

Wie wichtig es ist, dass Vertreterinnen und Vertreter aus möglichst vielen Bereichen eines Unternehmens im Betriebsrat vertreten, unterstrich Stephanie Sandrowsky. Sie ist nach längerer Zeit wieder die erste Frau und Vertreterin der Angestellten im Betriebsrat bei Sonae Arauco in Beeskow (SAB). „Jetzt finden die Interessen der Büromitarbeiterinnen und Büromitarbeiter im Betriebsrat wieder mehr Gehör“, so Sandrowsky, die in der Verwaltung des Unternehmens für den Holzeinkauf zuständig ist. „Umso mehr Kolleginnen und Kollegen hinter dem Betriebsrat stehen, umso besser kann dieser für die Interessen aller Beschäftigten eintreten.“

 

Von: vw

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