IG Metall Ostbrandenburg
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21.11.2018, 03:11 Uhr

35 reicht!

Betriebsrat von TK Rothe Erde in Eberswalde macht sich stark für Angleichung der Arbeitszeit

  • 25.10.2018
  • Aktuelles

"35 reicht! Keine Zeit für neue Mauern": Die Botschaft des Betriebsrats bei TK Rothe Erde in Eberswalde war eindeutig. Mit Nachdruck steht das Gremium hinter der Forderung nach Angleichung der Arbeitszeit im Osten an das Niveau im Westen.

Foto: IG Metall

Während die Beschäftigten an den TK Rothe Erde Standorten in Dortmund und Lippstadt seit der Arbeitszeitverkürzung in Nordrhein-Westfalen nur 35 Stunden arbeiten müssen, gilt in Eberswalde weiterhin die 38 Stundenwoche bei gleicher Bezahlung. Die Beschäftigten sind sich einig: "28 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung muss endlich Schluss sein mit der nach wie vor herrschenden Ungleichbehandlung."

Die IG Metall verhandelt derzeit mit dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin-Brandenburg VME einen Fahrplan zur Umsetzung der Angleichung für die brandenburgischen Betriebe. Am Freitag, 19. Oktober, hatte die IG Metall den Arbeitgebervertretern in Berlin ihr Konzept übergeben. Mit einem differenzierten und flexiblen Einführungsmodell der 35-Stunden-Woche im Osten hat die IG Metall einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der auf unterschiedliche Leistungsfähigkeiten der Betriebe Rücksicht nimmt.

Auch 29 Jahre nach dem Mauerfall arbeiten die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Osten pro Jahr immer noch rund einen Monat länger als im Westen. Vor dem Hintergrund einer spürbar veränderten Arbeitsmarktsituation müssen Unternehmen attraktive Arbeitsbedingungen anbieten, um Nachwuchs- und Fachkräfte zu binden. Produktivität im Zeitalter der Industrie 4.0 entwickelt sich nicht durch überlange Arbeitszeiten, sondern durch intelligente Arbeitszeitmodelle, die familien- und gesundheitsgerecht sind.

Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen setzen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben in dieser Woche mit ihren Aktionen ein deutliches Zeichen in Richtung Arbeitgeber: "Ihnen muss klar sein, dass es jetzt nicht mehr darum geht, ob die Angleichung der Arbeitszeit kommt, sondern nur noch wie und wann.“

Ausführlich berichtet eine neue Ausgabe der metallnachrichten über den laufenden Prozess der Arbeitszeit-Angleichung.


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