IG Metall Ostbrandenburg
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16.12.2019, 09:12 Uhr

Besuch im ArcelorMittal-Werk in Eisenhüttenstadt

Bundesarbeitsminister und Brandenburger Ministerpräsident im Dialog mit Auszubildenden und Betriebsräten

  • 26.04.2019
  • Aktuelles

Prominenter Besuch bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt: Am 25. April besuchten Arbeitsminister Hubertus Heil und der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke auf Einladung des Betriebsrates das Stahlwerk. Dort sprachen sie mit Vertretern der Geschäftsführung, des Betriebsrates und der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Anschließend besichtigten sie das Berufsbildungszentrum und die Verzinkungsanlage 2.

Interessierte Zuhörer im ArcelorMittal-Werk in Eisenhüttenstadt: Dietmar Woidke und Hubertus Heil - Fotos: Ramona Behrend

Heil und Woidke schauen einem Auszubildenden über die Schulter.

Das Medieninteresse beim Besuch der prominenten Politiker ist groß.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte nach einem Gespräch mit Auszubildenden zur Zukunft in der Stahlindustrie: „Ich bin beeindruckt vom großen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk und im Berufsbildungszentrum, in dem die Basis für qualifizierte Arbeit gelegt wird, damit Ostbrandenburg weiter eine starke Industrie hat.“

 

 

Der Betriebsratsvorsitzende Holger Wachsmann betonte, dass die Stahlindustrie „vor großen Herausforderungen“ stehe. „Der Anstieg von Importen und das gleichzeitige Auslaufen von Anti-Dumping-Maßnahmen machen der Branche zu schaffen. Neben dem CO2-Zertifikatehandel wird mittel- und langfristig die Dekarbonisierung der Wirtschaft ein Thema sein. Die Auswirkungen werden an jedem Standort zu spüren sein, also auch in Eisenhüttenstadt“, so Wachsmann. „Mit unserer hervorragend ausgebildeten Belegschaft müssen wir diese Herausforderungen proaktiv angehen und alternative Produktionsprozesse entwickeln. So können wir den Standort Eisenhüttenstadt langfristig sichern.“

Reiner Blaschek, ab 1. Mai 2019 neuer Geschäftsführer am ArcelorMittal-Standort Eisenhüttenstadt, sagte: „Unser Eisenhüttenstädter Standort steht bei ArcelorMittal Europe mit exzellenten Produkten und einer sehr gut ausgebildeten Belegschaft für hochwertige Stahlproduktion. In enger Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum arbeiten wir kontinuierlich daran, den Standort weiter fit für die Zukunft zu machen.“

 

Arbeitsminister Hubertus Heil und Ministerpräsident Dietmar Woidke hatten sich in den vergangenen Wochen vehement für die Eigenständigkeit des ArcelorMittal-Werks in Eisenhüttenstadt eingesetzt. Nach massivem Widerstand der Beschäftigten und des Betriebsrats gemeinsam mit der IG Metall hatte der Aufsichtsrat der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt im Einvernehmen mit der Konzernspitze am 5. April 2019 entschieden, die gesellschaftsrechtliche Eigenständigkeit des Standortes Eisenhüttenstadt mit eigenem Aufsichtsrat und Arbeitsdirektor zu erhalten. Zuvor hatte der Konzern im Rahmen des Umbaus der internen Strukturen die Eigenständigkeit des Standortes Eisenhüttenstadt in Frage gestellt.

 

Ministerpräsident Woidke hatte stets betont, dass die Landesregierung fest an der Seite der Beschäftigten stehe. „ArcelorMittal ist und bleibt für Brandenburg ein Leuchtturm“, so Woidke. „Hier schlägt das Herz der ostdeutschen Stahlindustrie.“

 

Bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt arbeiten etwa 2700 Beschäftigte. Diese produzierten 2018 mehr als 2,1 Millionen Tonnen Stahl bei einem Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

 

 

Berichterstattung:

Die Welt, 25.04.2019

Lausitzer Rundschau, 25.04.2019

Berliner Morgenpost, 25.04.2019

ntv, 25.04.2019

Märkische Oderzeitung, 25.04.2019



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