26.02.2026 | Jens-Uwe Neumann lässt keinen Zweifel daran: Aktive Mitarbeit im Betriebsrat ist ein sinnvolles, lehrreiches und erfüllendes Ehrenamt. Klar, dass er sich auch bei den anstehenden Betriebsratswahlen am 20. April wieder zur Wahl stellt. Der 39-Jährige ist seit 2024 als Nachrücker im Betriebsrat bei GEA AWP in Prenzlau aktiv. Warum er Feuer für dieses Ehrenamt gefangen hat, erzählt er im Folgenden.
„Betriebsratsarbeit macht Spaß und ist sehr abwechslungs- und lehrreich“, sagt Jens-Uwe Neumann. „Ich kann es jedem nur empfehlen, im Betriebsrat mitzumachen.“ Obwohl er erst seit rund zwei Jahren im Betriebsrat dabei ist, engagiert sich Jens-Uwe Neumann inzwischen bereits auch als Delegierter im GEA-Konzernbetriebsrat und im Konzerngleichstellungsausschuss. „Im Konzernbetriebsrat bekommt man sehr viel davon mit, was und wie es an anderen Standorten des Unternehmens läuft“, sagt Neumann. „Von dem Austausch mit anderen Betriebsräten und den Einblicken in andere Unternehmensstandorte können wir an unserem verhältnismäßig kleinen Standort sehr profitieren.“
Als Betriebsrat sei es sein primäres Anliegen, die Arbeitsbedingungen für seine Kolleginnen und Kollegen am Standort Prenzlau weiter zu verbessern, betont Jens-Uwe Neumann. „Ich informiere meine Kolleginnen und Kollegen über Konzernbetriebsvereinbarungen und setze mich dafür ein, dass diese auch an unserem Standort umgesetzt und eingehalten werden“, so Neumann.
Seine „alltägliche Hauptaufgabe“ als Betriebsrat sieht er darin, jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen und Sorgen seiner Kolleginnen und Kollegen zu haben. „Nachdem der Betriebsrat lange Zeit kaum wahrgenommen wurde, ist er seit einigen Jahren wesentlich präsenter im Betrieb“, so Neumann. „Das wissen die Kolleginnen und Kollegen bei uns sehr zu schätzen und kommen mit ihren Anliegen häufig zu uns, damit wir sie unterstützen.“
Gegenüber der Geschäftsleitung sieht sich Jens-Uwe Neumann als Sprachrohr und Stellvertreter der Belegschaft. „Ohne einen aktiven Betriebsrat gibt es keine Gerechtigkeit im Unternehmen“, ist Jens-Uwe Neumann überzeugt. Dann könnte die Geschäftsleitung mehr oder weniger machen, was sie will.
Der engagierte Betriebsrat schätzt außerdem die Möglichkeiten, die die Ehrenamtstätigkeit ihm bringt, um sich persönlich weiterzuentwickeln. „Man lernt, sich mehr zuzutrauen und sich mutig für andere einzusetzen“, sagt Jens Neumann. „Im Betriebsrat mitzumachen ist gut für die Persönlichkeitsentwicklung und fürs Selbstbewusstsein.“
Eine der wesentlichen anstehenden Aufgaben des nächsten Betriebsrats sieht er darin, die in Lohngruppeneingruppierungen im Betrieb zu überarbeiten. „Die Zahl und Komplexität der Aufgaben bei uns hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen“, sagt Neumann. Darum müsse mit der Geschäftsführung in nächster Zeit dringend über eine neue und faire Eingruppierung für viele Beschäftigte verhandelt werden.
Die enge Zusammenarbeit mit der IG Metall Ostbrandenburg sei für den Betriebsrat sehr wichtig, betont Neumann. „Die Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle Ostbrandenburg haben für unsere Anliegen immer ein offenes Ohr und unterstützen uns, wo sie können.“ Erst kürzlich hat die Belegschaft gemeinsam mit der Gewerkschaft nach langen und harten Auseinandersetzungen mit der Geschäftsleitung die Einführung eines Tarifvertrags für den GEA-Standort in Prenzlau durchgesetzt.
GEA AWP ist ein Teilkonzern der GEA Group, die seit Herbst 2025 Mitglied des deutschen Leitindex DAX ist. Bei GEA AWP in Prenzlau sind die rund 100 Beschäftigten auf die Herstellung von Armaturen für die Kälteindustrie spezialisiert. Jens-Uwe Neumann arbeitet seit 2012 bei GEA AWP als Zerspanungsmechaniker im 3-Schicht-System. Wie seine Betriebsratstätigkeit macht ihm auch seine Arbeit „sehr viel Spaß“.