IG Metall Ostbrandenburg
https://www.igmetall-ostbrandenburg.de/aktuelles/meldung/erste-schritte-zur-tarifbindung-bei-gea-awp-in-prenzlau/
24.03.2019, 04:03 Uhr

Tarifbindung

Erste Schritte zur Tarifbindung bei GEA AWP in Prenzlau

  • 12.03.2019
  • Aktuelles

Die Beschäftigten von GEA AWP in Prenzlau haben sich entschlossen auf den Weg zur Tarifbindung gemacht. Das Ziel soll möglichst noch in diesem Jahr erreicht werden. Darüber informierten Metaller ihre Kolleginnen und Kollegen mit einem Flugblatt.

In zwei offenen Mitgliederversammlungen der IG Metall hat sich der Großteil der Prenzlauer Belegschaft Anfang 2019 darüber informiert, welche Schritte auf dem Weg zu einer Tarifbindung gegangen werden müssen. Erstes Ziel ist es, den Organisationsgrad in der Belegschaft noch zu steigern. „Je größer der Anteil an IG Metall-Mitgliedern in der Belegschaft ist, desto besser sind die Erfolgsaussichten, unsere Forderungen in den Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber durchzusetzen“, sagt der aktive Metaller Olaf Arndt. „Ohne eine starke IG Metall-Basis können wir nur schwer etwas erreichen.“
Einkommensniveau deutlich unter Tarif
Im Vergleich zu Betrieben in Brandenburg mit Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie liegt das Einkommensniveau bei GEA AWP in Prenzlau bisher lediglich bei etwa 70 bis 75 Prozent. An zahlreichen anderen Standorten der GEA Group ist Tarifbindung dagegen schon lange eine Selbstverständlichkeit.
Ziel: immer mehr tarifgebundene Betriebe in Ostbrandenburg
„Wir halten an unserem Ziel fest und wollen immer mehr ostbrandenburgische Betriebe in die Tarifbindung bringen“, sagt Peter Ernsdorf, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg. „Tarifbindung sorgt für mehr Gerechtigkeit, aber auch für eine höhere Attraktivität der Region. Und: Wer nach Tarif bezahlt, findet leichter Fachkräfte.“
Der Auftakt in Richtung Tarifbindung bei GEA AWP ist gemacht. Mit einer gut organisierten Belegschaft sollte es möglich sein, die Arbeit auch bei GEA auf eine neue Ebene zu heben, erklärt Peter Ernsdorf. „Wenn alle kräftig mit anpacken, werden wir dieses lohnenswerte Ziel erreichen.“
Solidarität von ganz oben aus dem Konzern
Solidarität mit den Prenzlauer GEA-Beschäftigen gibt es von ganz oben aus dem Konzern: Kurt-Jürgen Löw, Vorsitzender des Gesamtkonzernbetriebsrats der GEA Group AG, und Rainer Gröbel, IG Metall-Mitglied im Aufsichtsrat der GEA Group AG, unterstützen die Forderung nach einer Tarifbindung für die GEA-Beschäftigten in Prenzlau ausdrücklich.


Drucken Drucken