IG Metall Ostbrandenburg
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09.07.2020, 06:07 Uhr

Kampf um Tarifbindung

Neues Flugblatt für die Boryszew-Beschäftigten in Prenzlau: "Unser erster Warnstreik war nur der Anfang!"

  • 23.05.2018
  • Aktuelles, Boryszew Oberflächentechnik

Mit einem neuen Flugblatt hat sich die IG Metall Ostbrandenburg bei den Beschäftigten von Boryszew-Oberflächentechnik in Prenzlau für ihren eindrucksvollen Warnstreik Anfang Mai bedankt. "Unser erster Warnstreik war nur der Anfang!" ist der Titel des Flugblatts, das die Kolleginnen und Kollegen zugleich auch auffordert weiterhin so geschlossen für ihre legitimen Forderungen nach einem Tarifvertrag einzutreten.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
DANKE! Danke für Eure Beteiligung am ersten Warnstreik! Das war großartig und eindrucksvoll. Und das war ein erstes machtvolles Zeichen unserer Entschlossenheit für grundsätzliche Veränderungen unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen bei Boryszew in Prenzlau! Den Tarifvertrag haben wir fest vor Augen und wir werden nicht locker lassen, bis wir ihn haben.

Große Geschlossenheit demonstriert
In unserem Kampf um die Tarifbindung sind wir nicht allein. Denn nicht nur IG Metall-Mitglieder haben den Warnstreik unterstützt, auch bislang noch nicht organisierte Kolleginnen und Kollegen haben vor dem Werktor gestanden und  sich für unsere gemeinsamen Forderungen stark gemacht. DANKE! Das verdient unseren größten Respekt!

Enorme Resonanz auf den ersten Warnstreik
Und: Unser erster Warnstreik hat weit über die Grenzen der Uckermark hinaus für Aufsehen gesorgt. Regionale und überregionale Medien haben über uns berichtet. Politiker haben sich mit uns solidarisch erklärt und uns wissen lassen, dass sie uns in unserem Kampf unterstützen. Aus vielen Betrieben der Region und von Endabnehmern unserer Produkte haben wir Solidaritätsbekundungen erhalten. Kurzum: Wir haben jede Menge Rückendeckung für unsere legitime Forderung.

IG Metall ist die zuständige Gewerkschaft für Tarifverhandlungen bei Boryszew in Prenzlau
Das sollte auch die Arbeitgeberseite nicht länger unbeeindruckt lassen. Die Geschäftsführung sollte endlich ihre Verweigerungshaltung aufgeben und mit der IG Metall über unsere Zukunft  reden. Sie sollte aufhören, die IG Metall als zuständige Gewerkschaft in Frage zu stellen. Denn Fakt ist: Es ist abschließend geklärt, dass die IG Metall – und nicht die von der Geschäftsführung immer wieder ins Spiel gebrachte IG Bergbau-Chemie-Energie (IG BCE) – die originär zuständige Gewerkschaft für Tarifverhandlungen bei Boryszew in Prenzlau ist. Diese Zuständigkeit ergibt sich selbstverständlich aus der Organisationsstärke der IG Metall bei Boryszew in Prenzlau und dem großen Vertrauen, das Ihr der IG Metall entgegenbringt.

"Erwarten konstruktive Verhandlungen"
Dieser erste Warnstreik war nur der Anfang! Wir haben einen langen Atem, das wird die Geschäftsführung zu spüren bekommen, sollte sie sich weiterhin nicht zu konstruktiven Tarifverhandlungen mit der IG Metall bereit erklären. Klar ist auch: Für die zu erwartende weitere Auseinandersetzung kommt es auf jede Einzelne und jeden Einzelnen von Euch an. Je stärker und geschlossener wir als Organisation der Geschäftsführung entgegentreten, desto stärker ist unsere Verhandlungsposition und umso mehr können wir für uns und unsere Zukunft durchsetzen.

"Engagiert euch noch geschlossener, kommt ins Team"
Deshalb lautet die Devise jetzt: Der Ball ist im Spiel – runter von der Tribüne und rauf aufs Spielfeld. Nur alle gemeinsam können wir das Spiel gewinnen und uns einen guten Tarifvertrag erkämpfen. Es lohnt sich, mit der IG Metall zu kämpfen, schließt Euch uns an, wenn Ihr noch nicht im Team seid.