Dreistündiger Warnstreik bei Tool in Beeskow

„So geht es nicht weiter, Arbeitgeber!“

24.10.2025 | Mit einem dreistündigen Warnstreik zwischen 12.45 und 15.45 Uhr haben am 23. Oktober 2025 sämtliche anwesenden Beschäftigten der Tool GmbH in Beeskow ein unmissverständliches Signal an die Arbeitgeberseite gesendet: So geht es nicht weiter! Die Kolleginnen und Kollegen fordern eine spürbare Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

Mit ihrer großen Beteiligung an dem dreistündigen Warnstreik am 23. Oktober sendeten die Kolleginnen und Kollegen von Tool in Beeskow ein unmissverständliches Signal an ihren Arbeitgeber. - Fotos: IG Metall

Metallerinnen und Metaller von SAB demonstrierten ihre Solidarität mit ihren Tool-Kolleginnen und -Kollegen.

IG Metall-Verhandlungsführer Ralf Köhler (am Mikrofon) forderte die Arbeitgeberseite auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Die Tool GmbH ist Dienstleister des Spanplattenwerks Sonae Arauco in Beeskow (SAB) und für die Verpackung und Verladung der dort gefertigten Produkte zuständig. Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bei Tool sind deutlich schlechter als die ihrer Kolleginnen und Kollegen bei SAB. Rund zehn Metaller von SAB demonstrierten während des Warnstreiks ihre Solidarität mit den Tool-Kolleginnen und -Kollegen.

Zurzeit müssen die Beschäftigten bei Tool 40 Stunden in der Woche arbeiten, viele Kolleginnen und Kollegen verdienen kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Darum fordern sie an allen Tool-Standorten – in Beeskow (Brandenburg), Meppen (Niedersachsen), und Nettgau (Sachsen-Anhalt) – gemeinsam mit der IG Metall:

  • eine spürbare Arbeitszeitverkürzung,
  • eine Erhöhung der Sonderzahlungen auf Werksniveau – für echte Gleichbehandlung,
  • die Einführung eines Tarifvertrags Demografie (Altersteilzeit),
  • eine deutliche Anhebung der Stundenlöhne und Einkommen.

In der letzten Verhandlungsrunde am 29. September 2025 hatte die Arbeitgeberseite lediglich ein inakzeptables Mini-Angebot von 200 Euro mehr pro Jahr unterbreitet. „Das ist weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts von 47 Prozent Inflation seit 2006 und stagnierenden Sonderzahlungen“, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Ralf Köhler. Die IG Metall habe diesen Vorschlag der Arbeitgeberseite deshalb entschieden zurückgewiesen.

„Der heutige Warnstreik ist ein starkes Zeichen der Solidarität und Entschlossenheit. Jetzt ist weiterer Druck aus der Belegschaft gefragt“, so Ralf Köhler. „Die Beschäftigten bei Tool zeigen eindrucksvoll: Wir stehen zusammen – für faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine würdige Perspektive für ältere Kolleginnen.“

Die nächste Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite ist für den 10. November 2025 angesetzt. Bis dahin gilt: Dran bleiben, laut bleiben, gemeinsam stark bleiben!

 

Von: vw

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