IG Metall Ostbrandenburg
https://www.igmetall-ostbrandenburg.de/betriebe-tarif/haustarifvertraege/
12.04.2021, 05:04 Uhr

Ein Firmentarifvertrag wird zwischen IG Metall und einem einzelnen (oder mehreren) Unternehmen abgeschlossen, auch Haus- oder Werktarifvertrag genannt. Es können alle Arbeits- und Entgeltbedingungen geregelt werden.

Der einzelne Arbeitgeber ist (neben den Arbeitgeberverbänden) tariffähig (§ 2 Tarifvertragsgesetz). Seit Anfang der 90er Jahre steigt die Zahl der Firmentarifverträge.

Beispiele

  • eigenständiger Werkstarifvertrag (zum Beispiel Volkswagen),
  • Anerkennungstarifvertrag, der die Anwendung des Flächentarifvertrages garantiert,
  • Ergänzungstarifvertrag, mit dem einzelne Inhalte (beispielsweise Eingruppierung oder Arbeitszeit) zusätzlich oder abweichend vom Flächentarifvertrag mit einem verbandsgebundenen Unternehmen geregelt werden. Er kann erstreikt werden. Vgl. auch „firmenbezogener Verbandstarifvertrag“.

 

Bessere Arbeitsbedingungen durch einen Haustarifvertrag:

In unserer Geschäftsstelle arbeiten die Beschäftigten aus folgenden Betrieben unter den Errungenschaften eines Haustarifvertrages:    

  • Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau 
  • Perrin GmbH in Prenzlau
  • Interlit Filtration GmbH in Joachimsthal
  • Buchen Umweltservice GmbH in Schwedt (Oder)
  • Hünnebeck Deutschland GmbH Niederlassung Berlin in Müncheberg (Ortsteil Hoppegarten)

News aus den Betrieben

BETRIEBSPOLITIK

Buchen Umweltservice in Schwedt: „Bisher kommen wir ohne Kurzarbeit durch die Coronakrise.“

  • 18.02.2021
  • Aktuelles, Haustarifverträge

70 Beschäftigte arbeiten bei dem Industrieanlagenservice-Unternehmen Buchen Umweltservice GmbH in Schwedt. Deren Hauptkunde ist die PCK-Raffinerie in Schwedt, wo jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet werden. Maik Pohl, seit rund 25 Jahren Mitglied des Betriebsrates und seit acht Jahren dessen Vorsitzender, erläutert, warum Buchen Umweltservice in Schwedt bisher vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen ist.

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GEA AWP in Prenzlau

Sicherheit durch Krisentarifvertrag für die Beschäftigten bei GEA AWP in Prenzlau

  • 25.01.2021
  • Aktuelles, Haustarifverträge

IG Metall einigt sich mit GEA das Kurzarbeitergeld aufzustocken - auch für Beschäftigte in Betrieben ohne Tarifbindung. Falls es im Jahr 2021 infolge der Coronapandemie bei GEA AWP in Prenzlau zu Kurzarbeit kommen sollte, wird das Kurzarbeitergeld für die Beschäftigten von 60 auf 80 Prozent aufgestockt, für Beschäftigte mit Kindern von 67 auf 87 Prozent. Das steht in dem neuen Tarifvertrag, den IG Metall und GEA vereinbart haben.

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Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau

IG Metall Ostbrandenburg und Geschäftsführung einigen sich auf Ergänzungstarifvertrag

  • 23.12.2020
  • Aktuelles, Boryszew Oberflächentechnik

Nach monatelangen Verhandlungen ist es der IG Metall Ostbrandenburg gelungen, mit der Geschäftsführung der Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau einen Ergänzungstarifvertrag für ihre Mitglieder abzuschließen.

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CORONA - VIRUS | KURZARBEIT IN PRENZLAU

Boryszew-Betriebsrat erkämpft Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 80 Prozent und Kündigungsschutz für alle Beschäftigten

  • 24.04.2020
  • Aktuelles, Haustarifverträge, Boryszew Oberflächentechnik

Bei Boryszew Oberflächentechnik Deutschland in Prenzlau geht infolge der Corana-Krise so gut wie gar nichts mehr. Das Kunststoffteile-Zulieferunternehmen beliefert die Automobilindustrie – und die steht fast überall in Deutschland still. Nahezu sämtliche Mitarbeiter bei Boryszew sind seit Ende März in Kurzarbeit. Der Betriebsrat hat es in den Verhandlungen mit der Geschäftsleitung geschafft, in dieser Krise eine für die Beschäftigten akzeptable Betriebsvereinbarung abzuschließen.

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TARIFVERHANDLUNGEN | GERICHTSURTEIL

Der Tarifvertrag gilt! - Boryszew muss zahlen.

  • 20.04.2020
  • Recht & Rechtsschutz, Aktuelles, Haustarifverträge, Boryszew Oberflächentechnik

Im Konflikt mit der Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau über die Zahlung von vereinbarten Entgelterhöhungen und Leistungszulagen hat die IG Metall Ostbrandenburg vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg einen großen Erfolg für die Beschäftigten erzielt: Der Arbeitgeber muss zahlen! In der ersten Instanz hatte das Arbeitsgericht Eberswalde die Klagen der IG Metall-Mitglieder noch abgewiesen.

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