IG Metall Ostbrandenburg
https://www.igmetall-ostbrandenburg.de/betriebe-tarif/haustarifvertraege/seite/3/
16.10.2021, 13:10 Uhr

Ein Firmentarifvertrag wird zwischen IG Metall und einem einzelnen (oder mehreren) Unternehmen abgeschlossen, auch Haus- oder Werktarifvertrag genannt. Es können alle Arbeits- und Entgeltbedingungen geregelt werden.

Der einzelne Arbeitgeber ist (neben den Arbeitgeberverbänden) tariffähig (§ 2 Tarifvertragsgesetz). Seit Anfang der 90er Jahre steigt die Zahl der Firmentarifverträge.

Beispiele

  • eigenständiger Werkstarifvertrag (zum Beispiel Volkswagen),
  • Anerkennungstarifvertrag, der die Anwendung des Flächentarifvertrages garantiert,
  • Ergänzungstarifvertrag, mit dem einzelne Inhalte (beispielsweise Eingruppierung oder Arbeitszeit) zusätzlich oder abweichend vom Flächentarifvertrag mit einem verbandsgebundenen Unternehmen geregelt werden. Er kann erstreikt werden. Vgl. auch „firmenbezogener Verbandstarifvertrag“.

 

Bessere Arbeitsbedingungen durch einen Haustarifvertrag:

In unserer Geschäftsstelle arbeiten die Beschäftigten aus folgenden Betrieben unter den Errungenschaften eines Haustarifvertrages:    

  • Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau 
  • Perrin GmbH in Prenzlau
  • Interlit Filtration GmbH in Joachimsthal
  • Buchen Umweltservice GmbH in Schwedt (Oder)
  • Hünnebeck Deutschland GmbH Niederlassung Berlin in Müncheberg (Ortsteil Hoppegarten)

News aus den Betrieben

TARIFVERHANDLUNGEN | GERICHTSURTEIL

Der Tarifvertrag gilt! - Boryszew muss zahlen.

  • 20.04.2020
  • Recht & Rechtsschutz, Aktuelles, Haustarifverträge, Boryszew Oberflächentechnik

Im Konflikt mit der Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH in Prenzlau über die Zahlung von vereinbarten Entgelterhöhungen und Leistungszulagen hat die IG Metall Ostbrandenburg vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg einen großen Erfolg für die Beschäftigten erzielt: Der Arbeitgeber muss zahlen! In der ersten Instanz hatte das Arbeitsgericht Eberswalde die Klagen der IG Metall-Mitglieder noch abgewiesen.

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SONDERINFO BORYSZEW - TEILERFOLG UND UNVERSTÄNDNIS

Massenentlassungen vorerst erfolgreich abgewehrt. Aber neuer Geschäftsführer lehnt schon wieder Gespräch mit IG Metall ab.

  • 24.02.2020
  • Boryszew Oberflächentechnik

Erstmal die gute Nachricht – das Drängeln und der Druck haben sich gelohnt! Der Konzern scheint unsere gemeinsame Sorge um die Zukunft von Boryszew in Prenzlau ernst zu nehmen. Es wurde ein neuer Geschäftsführer eingesetzt.

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Tarifvertrag bei Boryszew

Boryszew-Beschäftigte in Prenzlau wehren sich gegen Willkür und Nasenpolitik

  • 28.02.2019
  • Aktuelles, Boryszew Oberflächentechnik

Gemeinsam haben die Kolleginnen und Kollegen im vergangenen Jahr viel erreicht. Boryszew Oberflächentechnik in Prenzlau ist tarifgebunden. Aber die Freude der Beschäftigten ist getrübt. Nach bislang nicht nachvollziehbaren Prinzipien hat der Arbeitgeber etlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die zuvor gewährte Leistungszulage gekürzt oder ganz gestrichen.

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Tarifbindung

Mehr Geld – mehr Urlaub! Boryszew-Beschäftigte in Prenzlau haben sich ersten Tarifvertrag erkämpft

  • 14.01.2019
  • Aktuelles, Haustarifverträge, Boryszew Oberflächentechnik

Das neue Jahr hat für die Kolleginnen und Kollegen bei Boryszew Oberflächentechnik in Prenzlau mit einem Erfolg. Zum 1. Januar 2019 gilt erstmals für die Beschäftigen des Automobilzulieferers in Ostbrandenburg ein Tarifvertrag. Dieser beschert ihnen neben mehr Geld auch eine neue Urlaubsregelung. Die Zeiten des Mindestlohns sind durch den entschlossenen Einsatz der Beschäftigten und der IG Metall damit auch bei Boryszew vorbei.

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Kampf um Tarifbindung

"Bleibt ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber aus, starten wir bei Boryszew in Prenzlau mit Aktionen"

  • 12.11.2018
  • Aktuelles, Boryszew Oberflächentechnik

Bei Boryszew in Prenzlau stehen die Zeiger auf 5 vor 12. Nicht nur im sprichwörtlichen Sinne. Die IG Metall hat den Arbeitgebern des Automobilzulieferers nach zwei ergebnislosen Tarifverhandlungen ein Ultimatum gesetzt: Sollte bis Mittwoch, 14. November 2018, Punkt 12 Uhr kein verhandlungsfähiges Angebot der Geschäftsführung vorliegen, starten unmittelbar nach Ablauf des Ultimatums erste öffentlichkeitswirksame Aktionen.

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