IG Metall Ostbrandenburg
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28.11.2022, 09:11 Uhr

Perrin in Prenzlau

IG Metall erzielt mit starker Unterstützung der Belegschaft Tariferfolg bei Perrin

  • 30.08.2022
  • Aktuelles

Die Beschäftigten bei Perrin in Prenzlau bekommen ab dem 1. August 2022 5,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Außerdem erhalten sie zusätzlich zwei Einmalzahlungen von jeweils 750 Euro. Diese Einmalzahlungen werden im August 2022 und im April 2023 ausgezahlt. Die Ausbildungsvergütungen werden auf das Niveau der Flächentarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg angehoben.

Foto: IG Metall

Auszubildende erhalten damit ab jetzt bereits im ersten Ausbildungsjahr etwas mehr als 1005 Euro im Monat. Zudem erhalten auch alle Azubis zwei Einmalzahlungen von jeweils 315 Euro. Außerdem einigten sich IG Metall und Arbeitgeber zur Aufnahme von Verhandlungen über die Einführung eines gemeinsamen Entgeltrahmenabkommens (ERA) für Arbeiter und Angestellte und Gespräche über Altersteilzeit für die Beschäftigten.

Nach Kündigung des alten Tarifvertrages zum Ende vergangenen Jahres war die IG Metall Ostbrandenburg mit klaren Forderungen in die Tarifrunde gestartet. „Die Kolleginnen und Kollegen bei Perrin leisten erstklassige Arbeit. Über die gesamte Corona Pandemie hinweg sorgten sie für die nötige Stabilität. Die hohe Inflation trifft die Beschäftigten jetzt am schärfsten, denn sie können steigende Preise an niemanden weiterreichen, sondern müssen sie bezahlen“, so Holger Wachsmann, Geschäfts- und Verhandlungsführer der IG Metall Ostbrandenburg. „Mit diesem Tarifergebnis haben wir einen ersten wichtigen Schritt in Richtung der Angleichung an den Flächentariflohn in der Metall- und Elektroindustrie geschafft. Mit guten Löhnen stärken wir den Standort und die gesamte Uckermark.“

Maßgeblich zu diesem Verhandlungserfolg beigetragen hat die Kampfbereitschaft der Belegschaft, die ihre Forderungen auch bei Aktionen vor dem Betrieb geschlossen vertreten hat. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren in den vergangenen Monaten in die IG Metall eingetreten, um die Verhandlungsposition der Gewerkschaft entscheidend zu stärken.

Die Firma Perrin stellt Sonderkugelhähne für den industriellen Einsatz her und hat in Deutschland zwei Standorte. Dabei gibt es eine Besonderheit: Denn lediglich die Beschäftigten am ostdeutschen Standort in Prenzlau haben sich eine Tarifbindung erkämpft und heben somit auch das Lohn- und Gehaltsniveau für Ihre Kolleginnen und Kollegen in Nidderau im Rhein-Main-Gebiet. Ziel der IG Metall ist es, perspektivisch beide Standorte in die Tarifbindung zu bekommen. „Das würde die Verhandlungsposition der IG Metall noch einmal stärken und davon würden alle Beschäftigten im Unternehmen noch einmal profitieren“, so Holger Wachsmann.